Der CDU-Vorsitzende und designierte Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz hat dem CSU-Vorsitzenden Markus Söder nach eigenen Angaben keine Gegenleistung für seine Loyalität zugesagt. «Ich brauche Markus Söder dafür nichts anzubieten», sagte Merz in der ARD. Er habe mit ihm in den vergangenen zweieinhalb Jahren eine sehr gute Zusammenarbeit entwickelt.
Selbstverständlich werde die CSU in einer von der Union gestellten Bundesregierung «eine wichtige Rolle spielen», betonte Merz. «Aber Zusagen brauchte ich ihm nicht zu machen. Es geht um den gemeinsamen Erfolg.»
Merz stimmte etwas zurückhaltend Söders Ablehnung einer Koalition mit den Grünen nach der nächsten Bundestagswahl zu. «Aus heutiger Sicht würde ich sagen: Es geht nicht. Wenn es sich in den nächsten zwölf Monaten anders entwickelt, können wir schauen.»
Sie stellten beide fest, dass es im Spektrum der politischen Mitte keine Partei gebe, «die im Augenblick bei unseren Wählerinnen und Wählern und unseren Mitgliedern eine solche Aversion auslöst wie die Partei der Grünen», sagte Merz. «Die Grünen lösen das aus - mit ihrer Art der Politik, mit ihrer ständigen Bevormundung, mit ihrer Regulierungswut, mit ihrer Technikfeindlichkeit.» Es liege an den Grünen, dies zu ändern.