Das Europäische Parlament hat den bislang als vertraulich eingestuften Ausschussbericht zu den Betrugsvorwürfen gegen die stellvertretende CSU-Vorsitzende und Abgeordnete Angelika Niebler veröffentlicht. Demnach liegen der Europäischen Staatsanwaltschaft Hinweise vor, dass Niebler Reisekosten für Fahrten nach Straßburg und Brüssel zu Unrecht abgerechnet haben könnte. Außerdem sollen möglicherweise Assistenten zeitweise für private Zwecke oder für Aufgaben eingesetzt worden sein, die nichts mit ihrem Mandat als EU-Abgeordnete zu tun hatten.
Als weiterer Punkt wird aufgeführt, dass Niebler vorgeworfen wird, eine mit EU-Mitteln bezahlte Assistentin habe ausschließlich für einen früheren EU-Abgeordneten der CSU gearbeitet. Nach Ansicht der Europäischen Staatsanwaltschaft könnten die mutmaßlichen Handlungen den Straftatbestand des Betrugs erfüllen.