Wer soll Zugriff auf die wertvolle Ressource Wasser haben? Angesichts des Klimawandels und abnehmender Grundwasserspiegel nimmt diese Debatte in Bayern an Fahrt auf.
Im Zentrum steht die Einführung des sogenannten Wassercents - einer Abgabe für die Entnahme von Wasser. Die Staatsregierung aus CSU und Freien Wählern kündigte die Einführung des Wassercents zuletzt bis spätestens Herbst an, ist sich aber über die konkrete Ausgestaltung noch uneinig.
Grüne legen Konzept für den Wassercent vor
Die Grünen-Landtagsfraktion fordert nun ein höheres Tempo und legt ein eigenes Konzept für den Wassercent vor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Grünen schlagen demnach etwa für die Entnahme von Grundwasser einen Preis von 8 Cent pro Kubikmeter vor, bei Tiefengrundwasser sollen es 100 Cent pro Kubikmeter sein, bei der Entnahme aus oberirdischen Gewässern wie Seen und Flüssen 2,5 Cent je Kubikmeter. Um den Wassercent erfassen und abrechnen zu können, soll auf die Zählerstände an digitalen Wasseruhren zurückgegriffen werden - ähnlich wie beim Strom.