Die Klimakrise mit großen Hitzewellen wird nach Einschätzung des Bund Naturschutz in Bayern (BN) zunehmend zur Gefahr für den Wald im Freistaat. Ganze Waldregionen wie etwa der Frankenwald stünden wegen der Hitzefolgen wie etwa dem Insektenbefall vor dem Aus. Der große Anteil von Nadelhölzern wie Fichte und Kiefer öffne Waldbränden Tür und Tor. Der Ehrenvorsitzende des BN, Hubert Weiger, resümiert: «Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit.» Es brauche jetzt mehr Geld und mehr Personal.
Der Bund Naturschutz fordert die Politik in München und Berlin deswegen zu deutlich größeren Anstrengungen in Sachen Klima- und Naturschutz auf. Der bayerische Wald müsse mit deutlich größerer Geschwindigkeit umgebaut werden, sagte der BN-Landesvorsitzende Martin Geilhufe. «Wenn die Staatsregierung den Waldumbau nicht massiver vorantreibt, drohen uns südeuropäische Verhältnisse mit verheerenden Waldbränden», betonte er. «Nur vitale Wälder liefern der bayerischen Bevölkerung gesunde Luft und sauberes Trinkwasser und schützen vor Hochwasser und Erosion - außerdem sind sie natürliche Klimaanlagen.»