Die CSU hat das Singen der DDR-Hymne auf einer AfD-Veranstaltung in Sachsen-Anhalt massiv kritisiert. «Mit dem Absingen der DDR-Hymne zelebriert die AfD hier ein brutales Unrechtsregime und entlarvt sich einmal mehr als extremistisch und geschichtsvergessen. Die AfD spaltet Deutschland und unsere Gesellschaft», sagte CSU-Generalsekretär Martin Huber der Deutschen Presse-Agentur in München.
CSU: AfD darf keine Verantwortung in Deutschland übernehmen
Der Vorfall zeige wieder einmal, dass weder «Rechts- noch Linksextremisten jemals Verantwortung für unser geeintes Land übernehmen» dürften, betonte Huber. «In unserer Nationalhymne heißt es: "Einigkeit und Recht und Freiheit". Die AfD singt ein anderes Lied und zeigt: Sie sind keine Patrioten.»
Kabarettist Steimle stimmte «Auferstanden aus Ruinen» an
Am Dienstagabend hatten Chef Tino Chrupalla und der sachsen-anhaltische Spitzenkandidat Ulrich Siegmund bei einer Veranstaltung im sachsen-anhaltinischen Dessau-Roßlau mit mehreren Hundert Menschen gemeinsam die DDR-Hymne gesungen. Zum Ende der Podiumsdiskussion sollte eigentlich die deutsche Nationalhymne gesungen werden, der Kabarettist Uwe Steimle stimmte stattdessen jedoch das Lied «Auferstanden aus Ruinen» an. Dafür gab es am Ende auch Applaus aus dem Publikum.
Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt
Chrupalla versuchte zunächst zwar noch einzuschreiten, sang dann aber lächelnd mit Siegmund teilweise gemeinsam mit den Besuchern die DDR-Hymne. Im Anschluss daran wurde auch noch die deutsche Nationalhymne gesungen. Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt findet am 6. September statt, die AfD liegt hier mit Werten um die 41 Prozent weit vor der politischen Konkurrenz. Chrupalla, Siegmund und Steimle hatten bei der Podiumsdiskussion in Dessau-Roßlau über das Thema Frieden debattiert.
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