Angesichts der stetig steigenden Schäden durch Cyberangriffe wirft die SPD der Staatsregierung fehlende Abwehr gegen KI-Kriminalität vor. Die zwei Landtagsabgeordneten Florian von Brunn und Christine Feichtmeier forderten die Koalition von CSU und Freien Wählern auf, sowohl für die Sicherheitsforschung als auch die Aufklärung von KI-Straftaten mehr zu tun. «Wir brauchen Technik auf Augenhöhe mit den Tätern», sagte Feichtmeier.
SPD-Forderung: Spezielle KI-Ermittler bei der Polizei
Die beiden Sozialdemokraten fordern deswegen einen festen Anteil von bis zu einem Drittel für die KI-Sicherheitsforschung. Abgesehen davon plädieren die beiden Abgeordneten für spezielle KI-Ermittler bei der bayerischen Polizei und eine genauere Kriminalstatistik, da mit Hilfe von KI begangene Straftaten bisher nicht eigens erfasst werden. Innenstaatssekretär Sando Kirchner (CSU) betonte in seiner Antwort auf eine zweite SPD-Anfrage, dass die Staatsregierung flächendeckend Kommissariate für Cyberkriminalität eingerichtet hat.
Nach Einschätzung von Cybersicherheitsfirmen wachsen die weltweiten Schäden der Online-Kriminalität von Jahr zu Jahr. Die Täter nutzen KI mittlerweile für eine ganze Reihe von Zwecken. Das reicht von der Entwicklung bösartiger Software für Online-Erpressung («Ransomware») oder Datendiebstahl über die Fälschung von E-Mails bis hin zu Deepfakes, bei denen die Täter in Unternehmen eindringen und sich als ranghohe Manager ausgeben, um Geld auf die eigenen Konten überweisen zu lassen.
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