Rund neun Monate nach dem Fund einer enormen Menge Kokain in Unterfranken hat das Landgericht Würzburg drei mutmaßliche Drogenkuriere zu Haftstrafen verurteilt. Die Angeklagten hatten im Prozess die ihnen vorgeworfenen Taten im Wesentlichen eingeräumt. Im Fall von umfassenden und glaubwürdigen Geständnissen hatte die Jugendkammer zuvor einen Strafrahmen für die 20, 26 und 49 Jahre alten Männer in Aussicht gestellt.
Das Gericht verhängte am dritten Verhandlungstag Freiheitsstrafen: 10 Jahre für den 49-Jährigen, 7 Jahre für den 26 Jahre alten Angeklagten und 4 Jahre Jugendstrafe für den jüngsten Verdächtigen. Das Urteil erging wegen Beihilfe zum bandenmäßigen Handeltreiben mit Betäubungsmitteln. Es ist noch nicht rechtskräftig.
Die Staatsanwaltschaft hatte für den ältesten Angeklagten 11 Jahre Haft gefordert, 8 Jahre für den 26-Jährigen sowie 5 Jahre und 8 Monate Jugendstrafe für den 20-Jährigen.
Die Verteidiger hatten sich für neuneinhalb und sechseinhalb Jahre Haft für die beiden älteren Angeklagten ausgesprochen sowie für eine Bewährungsstrafe nach Jugendstrafrecht für den 20-Jährigen.