Weil sie ein Gemeinderatsprotokoll zu ihren Gunsten geändert hat, ist die Bürgermeisterin von Niederstetten (Main-Tauber-Kreis), Heike Naber, zu einer Geldstrafe von 15.000 Euro verurteilt worden. Das Landgericht Ellwangen sprach sie der Urkundenfälschung schuldig. Die parteilose Kommunalpolitikerin wurde zu 150 Tagessätze à 100 Euro verurteilt. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.
Vor Gericht hatte Naber die Änderung des Protokolls im September 2019 zugegeben. Das Unrecht ihres Handelns sei ihr aber nicht bewusst gewesen, sagte die 55-Jährige. Sie habe das Dokument lediglich abgeändert, weil der formale Beschluss für den Kauf im Protokoll gefehlt habe.