Bayern und Hessen wollen im Fall eines Sieges der CDU bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg stärker als süddeutsche Dreierformation auftreten - und dann auch eine Reform des Länderfinanzausgleichs forcieren. Die Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), Boris Rhein (CDU) und CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel präsentierten sich bei einem gemeinsamen Auftritt als künftige Allianz. Die Ministerpräsidenten der fünf norddeutschen Länder reagierten darauf wenig amüsiert - mit einem Appell zum Gemeinsinn.
Söder, Rhein und Hagel forderten in Berlin zügig Verhandlungen über eine Neuordnung der Finanzbeziehungen und einen «Deckel» gegen Überlastungen der Geberländer. Dabei verwiesen sie auch auf die Möglichkeit, dass die drei Länder den Finanzausgleich 2030 kündigen könnten. Wenn es bis dahin keine Lösung gebe, werde man das gemeinsam entscheiden müssen, sagte Söder. «Dann muss verhandelt werden und eine neue Lösung gefunden werden.»