Die Stadt München wehrt sich gegen einen Gerichtsbeschluss zu Tempo 30 am Mittleren Ring. Eine Beschwerde sei beim Verwaltungsgericht München eingegangen, sagte ein Gerichtssprecher. Damit wird der Streit um sauberere Luft und das Tempolimit an der Landshuter Allee als Nächstes vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) ausgetragen.
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter teilte zudem mit, die Stadt habe beantragt, die Verpflichtung zum unverzüglichen Aufstellen der Tempo-30-Schilder auszusetzen - bis der VGH entschieden hat. «Die aktuellen Grenzwerte für Stickstoffdioxid wurden im gesamten letzten Jahr und werden auch aktuell an der streitgegenständlichen Stelle eingehalten», sagte Reiter. «Aus meiner Sicht bestand daher keinerlei Notwendigkeit für die jetzt getroffene Entscheidung im Eilverfahren, da in der Hauptsache in den nächsten Wochen entschieden werden dürfte.» Die Stadt München gehe aktuell nicht von einer Gesundheitsgefahr für die Anwohner durch Tempo 50 aus.