Der Kabinettsbeschluss zum Zusammenstreichen direkter Familien- und Landespflegegeldzahlungen auf nur noch die Hälfte hat in Bayern ein unterschiedliches Echo ausgelöst. Scharfe Kritik kam von der bayerischen Landtags-Opposition. Der Städtetag lobte dagegen, dass damit nun mehr Geld direkt in Kitas und Pflegeplätze gesteckt werden soll.
Angesichts knapper Kassen hatte das bayerische Kabinett am Dienstag beschlossen, mehrere freiwillige Sozialleistungen zu halbieren oder zu streichen. Eltern kleiner Kinder bekommen von 2026 an nur noch einmalig 3.000 statt in Summe mindestens 6.000 Euro vom Freistaat überwiesen. Im gleichen Zug soll auch das Krippengeld entfallen, mit dem Familien bei den Kindergartenbeiträgen entlastet wurden. Und das Landespflegegeld, ebenfalls eine freiwillige Zahlung, die es nur in Bayern gibt, wird von 1.000 auf 500 Euro jährlich gekürzt. Die frei werdenden Mittel sollen aber zusätzlich in Kitas und neue Pflegeplätze gesteckt werden.