CSU und Freie Wähler wollen im laufenden Haushaltsjahr rund 110 Millionen Euro für regionale Projekte in den Bereichen Sport, Kultur, Wissenschaft, Museen und zur Stärkung des ländlichen Raums investieren. Dies teilten die Regierungsfraktionen in München mit. Die sogenannten Fraktionsinitiativen stammen aus dem Doppelhaushalt 2026/2027 und können jedes Jahr von den Fraktionen in Eigenregie verplant werden. Kritiker sehen darin einen unlauteren Versuch der Abgeordnetem, in ihren jeweiligen Stimmkreisen mit Steuergeldern zu punkten. Im vergangenen Jahr wurden 90 Millionen Euro an rund 400 Projekte verteilt.
Alleine 8,6 Millionen Euro für Sanierung und Erhalt von Kirchen
Mit mehr als 30 Millionen Euro liege ein Schwerpunkt auf der Förderung von Kunst und Kultur, Museen und Wissenschaft, hieß es. Alleine rund 8,6 Millionen Euro sollen in die Sanierung und den Erhalt von Kirchen und historischen Gebäuden fließen, 550.000 Euro in die Fortsetzung der Grabungsarbeiten rund um die Sensationsfunde Danuvius Guggenmosi und Buronius in der Tongrube «Hammerschmiede» im Landkreis Ostallgäu.
110.000 Euro sind für eine Untersuchung zu den Passionsspielen Oberammergau, die 2034 ihr 400-jähriges Bestehen feiern, vorgesehen, weitere 280.000 Euro gehen an das Projekt Alpenakademie. Ziel sei ein nachhaltiges Bildungsangebot für Schüler und Erwachsene. Auch innovative Forschung werde gefördert, etwa 700.000 Euro für eine Kooperation der Universität Regensburg und TU München zur Bekämpfung multiresistenter Keime.
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