Gut ein Jahr nach der länderübergreifenden Razzia gegen Klimaaktivisten der Gruppe Letzte Generation dauern die Ermittlungen wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung weiter an. Wie zum Zeitpunkt der Razzia werde gegen sieben Beschuldigte ermittelt, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft München. Fünf von ihnen würden verdächtigt, Mitglieder einer kriminellen Vereinigung zu sein. Zwei sollen sie unterstützt haben.
Ermittelt werde in dem Zusammenhang auch wegen Sachbeschädigung, Nötigung und Störung öffentlicher Betriebe. Unter anderem geht es um den Verdacht, zwei Aktivisten könnten im April 2022 versucht zu haben, die Öl-Pipeline vom italienischen Triest ins oberbayerische Ingolstadt zu sabotieren.
Wann das Verfahren abgeschlossen sein könnte, könne «derzeit noch nicht belastbar prognostiziert werden», sagte der Sprecher der Münchner Ermittlungsbehörde. Unter anderem müssten noch umfangreiche Beweismittel ausgewertet werden, das dauere erfahrungsgemäß länger «und kann noch einige Monate in Anspruch nehmen».