Die bayerische Justiz will Bankkunden besser vor Online-Betrug schützen. Dafür gibt es nun «BigPhish», ein Programm, das frühzeitig neu-registrierte Phishing-Domains im Internet aufspüren soll.
Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) unterzeichnete dazu am Mittwoch in München einen Vertrag mit einer niederländischen Forschungsgesellschaft. «84 Prozent aller betrügerischen E-Mails dienten laut Lagebericht 2023 des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik dazu, Authentisierungsdaten von Kunden, insbesondere Bankkunden, zu erbeuten», sagte Eisenreich. «Täter setzen schon heute Künstliche Intelligenz bei Phishing-Angriffen ein, um ihre Täuschungsmethoden noch weiter zu perfektionieren. Dadurch wächst die Gefahr, Opfer von Cyberkriminellen zu werden.»
«Bitte aktualisieren Sie Ihre Zugangsdaten. Ihr Konto wurde vorübergehend gesperrt» - mit solchen oder ähnlichen Mails oder SMS greifen Täter nach Ministeriumsangaben Passwörter und Geheimzahlen zu Konten ab. Fällt der Bankkunde darauf rein und gibt seine Informationen an, werden diese sensiblen Daten an andere Kriminelle verkauft - oder die Konten werden direkt geleert.