Es sollte ein Leuchtturmprojekt für Klimaschutz und regionale Entwicklung werden – doch nun ist ein drittes Biosphärengebiet für Baden-Württemberg vorerst vom Tisch. Nach jahrelanger Prüfung wurde das Schutzgebiet Allgäu-Oberschwaben nun offiziell gestoppt. Vorausgegangen war ein Streit zwischen Befürwortern und Gegnern - und der Ausstieg vieler Gemeinden.
Tatsächlich war der Widerstand vor Ort massiv: Landwirte, Förster, Bürgermeister, Gemeinderäte – sie alle äußerten Sorgen vor zu viel Bürokratie und zu wenig Mitbestimmung. Auch wirtschaftliche Akteure wie die Industrie- und Handelskammer (IHK) meldeten Skepsis an.
Die sogenannte Allianz für Allgäu-Oberschwaben, ein Zusammenschluss kritischer Stimmen, warnte vor Einschränkungen bei Bauprojekten und landwirtschaftlicher Nutzung: «Die Risiken überwiegen, da ein Biosphärengebiet auf der gesamten Fläche ein Schutzgebiet nach Bundesnaturschutzgesetz wäre», hieß es aus dem Kreis der Gegner. «Wo sind da die konkreten Chancen?»