Nach einer Protestaktion auf einem Gasbohrturm im oberbayerischen Reichling haben Polizisten eine Adresse im Raum Regensburg durchsucht. Hintergrund seien Ermittlungen wegen Verdachts auf Hausfriedensbruch und eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, sagte ein Polizeisprecher. Die Initiative «Ende Gelände» teilte mit, eine «aktivistische Person» sei von der Durchsuchung betroffen.
Anfang September 2025 waren Aktivisten auf den Bohrturm in Reichling geklettert und hatten dort Banner angebracht. Auf ihnen stand «Gas ist Gift» sowie mit Blick auf Bayerns Wirtschaftsminister: «Hubert Aiwanger - Wie verbohrt kann man sein? Gasausstieg jetzt - hier und weltweit».
Laut Polizei ging es bei der Durchsuchung darum, Hinweise darauf zu finden, wer die anderen an der Aktion beteiligten Aktivistinnen und Aktivisten waren. Damaligen Angaben der Polizei zufolge hatten die Beamten die Aktivisten ohne Zwischenfälle vom Bohrturm geholt. Die Beamten sprachen im September von vier Menschen auf dem Turm und zweien am Boden, die Aktivisten selbst von rund zehn Beteiligten.