Am Ende gab es für Thomas Tuchel doch noch den rot-weißen Blumenstrauß, den er eigentlich gar nicht wollte. Beim «End-of-Season»-Brunch des am Nullpunkt angekommenen FC Bayern wurden der Chefcoach und sein Trainerteam am Tag nach der auch noch verschenkten Vize-Meisterschaft beim internen Saisonausklang in einem Münchner Nobellokal verabschiedet - nach 14 turbulenten Monaten und einer ganz spät gescheiterten Trennungs-Kehrtwende.
Ein Vereinsvideo zeigte Tuchel («Ohne Titel braucht man keine Blumen zu übergeben») bei Umarmungen mit Vorstandschef Jan-Christian Dreesen und Sportdirektor Christoph Freund. Max Eberl begleitete das «Servus Thomas» lächelnd und klatschend. Der Sportvorstand konnte bei der Trainersuche auch nach dem vermurksten 2:4 bei der TSG Hoffenheim - nach einer 2:0-Führung - keine Lösung auf dem wichtigen Posten präsentieren. Womöglich hat Tuchel schneller einen neuen Arbeitgeber, als die Bayern einen Nachfolger für ihn.