Die Außenministerin der Demokratischen Republik Kongo hat im Zuge des Konflikts im Osten des Landes angeblich den FC Bayern, Paris Saint-Germain und den FC Arsenal aufgefordert, ihre «blutbefleckten» Sponsoringverträge mit dem Nachbarland Ruanda zu beenden. Wie die französische Sportzeitung «L'Equipe» berichtet, soll die Ministerin Thérèse Kayikwamba Wagner die drei europäischen Spitzenvereine angeschrieben und an ihr Gewissen appelliert haben.
«Tausende Menschen sitzen derzeit in der Stadt Goma fest und haben nur begrenzten Zugang zu Nahrung, Wasser und Sicherheit. (...) Unzählige Menschenleben sind verloren gegangen; Vergewaltigungen, Morde und Raubüberfälle herrschen vor. Für diese Misere ist Ihr Sponsor direkt verantwortlich», heißt es demnach in dem Schreiben.
Die Meldungen aus dem Kongo haben auch den FC Bayern erreicht. Nach dpa-Informationen sollen Vertreter des Clubs in Kürze nach Ruanda reisen und mit dem dortigen Vertragspartner, dem Ruanda Development Board, in den Austausch gehen. Gleichzeitig wollen die Münchner nähere Informationen bei den staatlichen Stellen in Deutschland in Erfahrung bringen, wie der Status quo in Afrika ist. Danach wollen die Bayern über weitere Schritte entscheiden.