Nach dem Angriff auf das bayerische Grünen-Spitzenduo Katharina Schulze und Ludwig Hartmann während des Landtagswahlkampfes 2023 soll sich der mutmaßliche Steinewerfer in knapp vier Monaten vor Gericht verantworten. Der Prozess gegen den Angeklagten sei für den 29. Oktober geplant, berichtete der Direktor des Amtsgerichtes Neu-Ulm, Thomas Kirschner, der Deutschen Presse-Agentur. Der Mann ist wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und wegen Widerstandshandlungen gegen Vollstreckungsbeamte angeklagt.
Der damals 44 Jahre alte Mann soll am 17. September 2023 in Neu-Ulm einen Stein in Richtung der Bühne, auf der gerade Schulze und Hartmann auftraten, geworfen haben. Die beiden Landtagsabgeordneten wurden nicht getroffen und blieben unverletzt. Fraktionschefin Schulze beschrieb die Situation später als ihren «schlimmsten Moment» während des Wahlkampfes. Sie sagte, dass der Stein «aus dem Nichts» geflogen gekommen sei, als Hartmann und sie bei der Kundgebung unter freiem Himmel gerade mit Bürgern ins Gespräch kommen wollten.