Anwendungen Künstlicher Intelligenz werden nach Einschätzung eines führenden KI-Experten nicht nur große Tech-Konzerne maßgeblich beeinflussen, sondern auch kleinere und mittlere Unternehmen. Der Münchner Informatiker Björn Ommer verglich auf der Digitalkonferenz DLD den aktuellen Stand der KI mit dem Start der Fließbandproduktion durch Henry Ford im Jahr 1908, der Automobile für Millionen von Menschen zugänglich gemacht habe. Von dieser Entwicklung habe auch die deutsche Wirtschaft über 100 Jahre lang profitiert.
Suche in unstrukturierten Daten
Das Team von Ommer an der LMU hat unter anderem das KI-Modell «Stable Diffusion» entwickelt, das Textbeschreibungen in realistische oder künstlerische Bilder umwandelt. Dieses Modell hat die KI-Bildgenerierung einem Massenpublikum zugänglich gemacht. Auf dem DLD wies Ommer auf Studien hin, wonach Wissensarbeiter 20 Prozent ihrer Zeit mit der Suche nach Informationen verbringen. Bislang habe man nur nach Dingen suchen können, die zuvor sorgfältig aufbereitet worden seien, etwa tabellarische Daten. «Jemand muss also die Daten vorbereiten und sie dem Computer „füttern“. Die generative KI ändert das nun.» Der Computer sei jetzt in der Lage, auf die viel größere Menge unstrukturierter Daten zuzugreifen, die es da draußen gebe.
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