Digital, verständlich und serviceorientiert - das sollen Menschen in Bayern nach dem Willen einer Kommission im Landtag künftig mit Behördengängen verbinden. Für den Weg dorthin hat eine parteiübergreifende Enquete-Kommission zum Thema Bürokratieabbau nach etwa einem Dreivierteljahr Arbeit jetzt Empfehlungen vorgelegt.
Ein Ansprechpartner für alle Anliegen
«Wir brauchen eine Serviceoffensive im öffentlichen Dienst, der ja vor allem ein Dienst für die Bürgerinnen und Bürger sein soll», sagte der CSU-Fraktionschef im Landtag, Klaus Holetschek. Ziel sei ein «One-Stop-Government» - also eine zentrale Ansprechstelle, auch wenn in die Bearbeitung mehrere Ämter involviert sind. Dazu solle «perspektivisch» ein einheitliches Online-Portal geschaffen werden mit je einer Zugangsnummer für alle Bürgerinnen und Bürger.
Der Vorsitzende der Enquete-Kommission, Steffen Vogel (CSU), nannte als weitere Beispiele Termine außerhalb üblicher Öffnungszeiten, regelmäßige offene Samstage bei Behörden, Chatbots zur Beantwortung häufiger Fragen und automatische Nachrichten, wenn Behörden Dokumente erhalten haben, die Gültigkeit vom Personalausweis abläuft oder es einen neuen Stand bei der Bearbeitung von Anliegen gibt. Das verbessere den Service und diene gleichzeitig dazu, die Effizienz der Bearbeitung zu überprüfen, sagte Vogel.