Im koalitionsinternen Streit um das Wehrpflichtgesetz hat sich CSU-Chef Markus Söder zurückhaltend zur Einführung eines Losverfahrens zur Heranziehung Wehrpflichtiger geäußert. «Ich glaube, dass es wichtig ist, mit Freiwilligkeit zu beginnen, aber irgendwann braucht es auch Pflichtelemente, vielleicht weniger durch Losverfahren, vielleicht durch andere Entwicklungen», sagte der bayerische Ministerpräsident bei einem Besuch der Luftwaffe in der Otto-Lilienthal-Kaserne in Roth bei Nürnberg. Wichtig sei es, dass es «am Ende vorangeht, denn wir können uns nicht darauf verlassen, dass die Sicherheit von anderen allein verteidigt wird».
«Das Große steht im Vordergrund», sagte Söder. Ein Losverfahren als alleiniges verpflichtendes Element sehe er «noch etwas zurückhaltend, vielleicht lassen sich noch andere nachvollziehbare Elemente finden».