In der Debatte um die seit Jahren bestehende Ferien-Sonderregel für Bayern und Baden-Württemberg haben sich mehrere Bundesländer der Kritik aus NRW angeschlossen. «Das empfinden auch wir als unbefriedigend», sagte ein Sprecher von Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) auf Anfrage. Warum die beiden südlichen Länder sich nicht am rollierenden System der Sommerferien beteiligen, müssten diese selbst hinterfragen. «Grundsätzlich dürfte eine von allen Ländern gemeinsame getragene Regelung eine breitere Zustimmung – auch in der Bevölkerung – haben.»
Hintergrund der Diskussion ist, dass die Schülerinnen und Schüler in Bayern und Baden-Württemberg seit Jahren als Letzte in die Sommerferien starten, also Anfang August. Die Sommerferien werden von der Kultusministerkonferenz geregelt. Eine Änderung wäre frühestens zum Schuljahr 2030/31 möglich. Um zu vermeiden, dass die Ferien in allen Bundesländern gleichzeitig stattfinden, stimmen die Bundesländer die Ferienkalender seit etwa 50 Jahren aufeinander ab.