Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger hält einen Einzug seiner Partei in den Bundestag bei der nächsten Wahl weiter für möglich. «Wir sind eine Partei, die es durchaus schaffen kann, der nächsten Bundesregierung anzugehören», sagte er bei einer Pressekonferenz nach der Europawahl am Montag in Berlin.
Die Freien Wähler holten bundesweit 2,7 Prozent der Stimmen - 0,5 Prozent mehr als bei der Europawahl 2019. Damit kann die Partei zwar künftig einen dritten Abgeordneten nach Brüssel schicken. Direkt nach der Wahl räumte Aiwanger aber ein, dass ein solches Ergebnis nicht für das Ziel, den Einzug in den Bundestag, reiche.
Im Bundestagswahlkampf könne die Partei auf mehr Finanzmittel und bundesweit mehr Kandidaten setzen, sagte Aiwanger. «Da stellen wir auch das Modell Bayern nach vorne, wo wir als einziges Bundesland eine Koalition haben der bürgerlichen Mitte ohne rot und grün», kündigte der stellvertretende Ministerpräsident des Freistaats an. Es sei strategisch eine ganze andere Ausgangssituation. «Ich bin deshalb überzeugt, dass wir problemlos die Stimmenzahl verdoppeln können.»