Wer Wohnungen oder Häuser leer stehen lässt, soll dafür nach dem Willen der Landtags-Grünen künftig eine Genehmigung brauchen - und ansonsten kräftig zur Kasse gebeten werden. Konkret fordert die Fraktion: Wenn es für den Leerstand keinen nachvollziehbaren Grund gibt, sollen in Zukunft hohe Abgaben an die Kommunen fällig werden, in Höhe von 30 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete. Zudem sollen Vermieter Steuererleichterungen bekommen, die Wohnraum unter dem Marktpreis vermieten.
Mit diesen und weiteren Ideen wollen die Grünen den Wohnungs-Leerstand im Freistaat bei gleichzeitiger Wohnungsnot und vielerorts hohen Mieten bekämpfen. Sie wollen dies am Dienstag auch zum Thema einer Aktuellen Stunde im Landtag machen. «Wie kann es sein, dass in Bayern 300.000 Wohnungen leer stehen - und Menschen gleichzeitig kein bezahlbares Dach über dem Kopf finden?», sagte Fraktionschefin Katharina Schulze der Deutschen Presse-Agentur in München.