Polizisten aus Bayern, die Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch aufklären, sollen nach dem Willen des Landtags möglicherweise zusätzlichen Sonderurlaub bekommen. Eine monatliche Zulage von 300 Euro soll aber mindestens bis auf Weiteres nicht kommen. Eine solche Zahlung lehnten CSU und Freie Wähler am Mittwoch im Innenausschuss des Landtags ab.
Die Staatsregierung soll nun zunächst eine Änderung der entsprechenden Urlaubsverordnungen dahingehend prüfen, ob «für Ermittlungstätigkeiten zur Bekämpfung und Verfolgung von Kinder- und Jugendpornografie gegebenenfalls Zusatzurlaub gewährt werden kann». Das geht aus einem Antrag von CSU und Freien Wählern hervor, dem im Innenausschuss Vertreter aller Fraktionen zustimmten, bei lediglich einer Gegenstimme. Zudem soll eine ausreichende psychosoziale Betreuung der Beamten sichergestellt werden.
Die Forderung nach einer monatlichen Zulage, wie dies die Grünen fordern, lehnte der CSU-Landtagsabgeordnete Alfred Grob im Namen seiner Fraktion dagegen ab. Der Schmerz der Beamten müsse anders gelindert werden, man müsse diesen anderweitig etwas Gutes tun, sagte er - nämlich eher mit mentaler Entlastung in Form von Sonderurlaubstagen. Ob und in welchem Zeitrahmen dies umsetzbar sei, müsse die Staatsregierung jetzt beantworten.