In der Union ist erneut eine Debatte über den Umgang und die Zusammenarbeit mit der AfD entbrannt. Zwei ehemals einflussreiche Unionspolitiker, darunter der frühere CDU-Generalsekretär Peter Tauber, hatten sich zuvor für eine Lockerung der sogenannten Brandmauer zur AfD ausgesprochen. Während sich CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann zunächst auf Anfrage nicht äußern wollte, wies die CSU-Spitze alle Forderungen kategorisch zurück.
CSU: Zusammenarbeit mit AfD würde Union zerstören
«Die CSU schließt jede Kooperation mit der AfD aus. Eine Zusammenarbeit mit der AfD würde Deutschland schaden und die Union zerstören», sagte CSU-Generalsekretär Martin Huber der Deutschen Presse-Agentur in München. Auch CSU-Chef Markus Söder und CDU-Chef Friedrich Merz hatten sich in der Vergangenheit wiederholt gegen jegliche Zusammenarbeit mit der AfD ausgesprochen.
Der Chef des CDU-Sozialflügels, Dennis Radtke, kritisierte die Forderungen nach einer Abkehr von der Brandmauer ebenfalls scharf: «Die These, die Höhe der Brandmauer sei mit ursächlich für die Erfolge der AfD, ist eine gefährliche intellektuelle Fehlzündung», sagte der Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft dem «Focus». «Wir müssen nicht unsere Haltung zur AfD verändern, sondern unsere Politik und unsere Kommunikation.»