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Gegendemonstrationen vor Beginn des AfD-Parteitags

Vor Beginn des AfD-Parteitags haben mehrere Demonstrationen gegen die Partei begonnen. (Symbolbild) / Foto: Daniel Karmann/dpa
Vor Beginn des AfD-Parteitags haben mehrere Demonstrationen gegen die Partei begonnen. (Symbolbild) / Foto: Daniel Karmann/dpa

In Passau trifft sich die bayerische AfD zum Landesparteitag: Rund 1.000 Gegner vor Ort, 5.000 gemeldete Teilnehmer, starke Polizeipräsenz und Kampfabstimmung.

Begleitet von mehreren Gegendemonstrationen trifft sich die bayerische AfD zu einem zweitägigen Landesparteitag. Schon mehrere Stunden vor Veranstaltungsbeginn am Samstag haben sich nach Polizeiangaben rund 1.000 Gegner in der Passauer Innenstadt versammelt. Der Parteitag findet in der Dreiländerhalle statt. Dort findet die größte Demonstration statt.

Insgesamt sind 5.000 Teilnehmer bei den verschiedenen Demos und Kundgebungen angemeldet. Am Morgen habe es einzelne Störungen gegeben, sagte eine Polizeisprecherin. So sei eine Rauchbombe gezündet und eine Straßenblockade versucht worden. Bei einer Demonstration hätten einzelne Teilnehmer eine andere als die genehmigte Route gehen wollen.

Die Polizei ist mit mehreren hundert Einsatzkräften vor Ort, um die Sicherheit der Teilnehmer und Anwohner zu gewährleisten. Im Bereich der Dreiländerhalle wurde für Samstag eine Flugverbotszone eingerichtet, die auch Drohnen einschließt.

Neuwahlen mit Kampfabstimmung

Im Zentrum des Parteitags steht die Neuwahl des gesamten Landesvorstands. Dabei kommt es bereits um den Vorsitz zu einer Kampfabstimmung: Der AfD-Bundestagsabgeordnete Reinhard Mixl fordert bei der Vorstandswahl den amtierenden Landesvorsitzenden, seinen Bundestagskollegen Stephan Protschka, heraus. Beide Kandidaten haben Teams um sich geschart, darunter jeweils Abgeordnete aus Bundestag und Landtag. 

Öffentlich betonten Protschka und Mixl vorab das Ziel großer Geschlossenheit und Einigkeit. Hinter den Kulissen tobte dagegen ein erbitterter Machtkampf. Dies gipfelte beispielsweise in einem Brief des Teams Protschka an den Bundesvorstand. Beklagt wurde darin «der gezielte Versuch externer Netzwerke, die freie Willensbildung unseres stärksten Landesverbandes zu kapern». Der Landesvorsitzende sieht sich Druck und Drohungen ausgesetzt.

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