Es war nicht weniger als ein kommunalpolitisches Erdbeben, als Dominik Krause im März die Stichwahl gegen den ursprünglich mal als haushohen Favoriten ins Rennen gegangenen Dieter Reiter (SPD) gewann - und das mit großer Deutlichkeit.
Seit dem 1. Mai ist Krause nun Münchner Oberbürgermeister - als zweitjüngster Amtsinhaber in der Geschichte nach Hans-Jochen Vogel (SPD), der einst mit nur 34 Jahren an die Stadtspitze kam, und als erster Grünen-Politiker überhaupt. An diesem Sonntag ist Krause die ersten 100 Tage im OB-Amt. Zeit für eine erste Bilanz.
Dass die berühmte Eisbachwelle nach Monaten des stillen Plätscherns wieder rollt, darf Krause sich schon mal ans Revers heften. Nach nur sieben Tagen im Amt gab er im Mai direkt grünes Licht und erlaubte das Surfen auf dem Eisbach wieder - zur Freude der Münchner Surf-Community und der Touristen, die von der Brücke an der Prinzregentenstraße aus monatelang nichts gesehen hatten als einen unspektakulären Stadtbach.
Doch es gab auch Rückschläge.