Bier, Blasmusik und volle Festzelte – so kennt die Welt das Münchner Oktoberfest. Doch wenige Monate vor dem Anstich sorgt ein juristischer Streit um die berühmten Bierburgen für Unruhe: Im schlimmsten Fall könnten zwei große Zelte nicht rechtzeitig stehen, darunter das berühmte Anzapfzelt Schottenhamel, seit 1867 in Händen der Familie Schottenhamel. Von dort gehen alljährlich die Bilder von der Eröffnung um die Welt.
Der Wirt Alexander Egger will auf gerichtlichem Weg erreichen, dass große Oktoberfestzelte, Sinnbild bayerischer Gemütlichkeit und Herzstück des größten Volksfests der Welt, nach europäischem Vergaberecht ausgeschrieben werden. Die Entscheidung könnte weit über München hinaus wirken.
Zunächst steht bis Freitag nur eine Zwischenentscheidung an. Selbst sie könnte aber massive Probleme bringen. Egger hat beim Bayerischen Obersten Landesgericht den Eilantrag gestellt, dass die Stadt München die Wirte der beiden betroffenen Zelte - neben dem Schottenhamel-Zelt die Paulaner-Festhalle - bis zur Entscheidung in der Hauptsache nicht für das Fest zulassen darf. Diese Hauptsache-Entscheidung aber könnte sich bis nach dem Fest hinziehen.