Nach seiner Klage gegen die Vergabe von Festzelten auf dem Oktoberfest hat der Gastronom Alexander Egger nach eigenen Angaben mit Anfeindungen zu kämpfen. «Die Aufregung hat ein Ausmaß angenommen, das ich mir nie hätte ausmalen können und bei dem es auch um die Sicherheit von Menschen geht», sagte Egger der «Süddeutschen Zeitung».
Auch seine Familie, Mitarbeiter und Lieferanten seien betroffen. Deshalb werde er dieses Jahr auch nicht die «Münchner Stubn» auf der Wiesn betreiben. «Das tut uns natürlich weh, besonders wegen unseres tollen Teams und unserer Gäste - aber Sicherheit geht vor.»
Der Streit um die Zulassung zur Wiesn hatte wochenlang für Wirbel gesorgt, zwischendurch war sogar befürchtet worden, der Aufbau der Zelte könnte nicht pünktlich beginnen.
Egger will auf gerichtlichem Weg erreichen, dass die Zuteilung zweier großer Wiesn-Zelte nach europäischem Vergaberecht erfolgt. Es handelt sich dabei um das berühmte Anzapfzelt Schottenhamel und das Paulaner-Festzelt. Nach einem gescheiterten Eilantrag folgt nun im September das Hauptsacheverfahren, das auf die diesjährige Wiesn keinen Einfluss hat.