Edgar ist ein Klischee von einem Mann in den 60ern: der Lebemann, der um die verlorene, jugendliche Attraktivität trauert und erst mit Ende 60 merkt, dass das Leben vielleicht mehr zu bieten gehabt hätte als ein schönes Haus in Starnberg oder ein schickes Auto und seidene Bademäntel.
Das dämmert dem Stand-Up-Comedian, als plötzlich seine Ex-Frau in seinem Publikum sitzt, die er seit Jahrzehnten nicht gesehen hat. Eva wollte ihm nicht am Telefon sagen, dass sie Bauchspeicheldrüsenkrebs im Endstadium hat, sich wegen der schlechten Heilungschancen nicht behandeln lassen will und nur noch wenige Monate zu leben hat. Diese Monate, so sagt sie, sollen schön werden. Sie will sie nicht im Krankenhaus verbringen.
Und dann geht alles ganz schnell: Eva begleitet Edgar auf seine Tour, geht mit ihm auf einen Ball, weil sie endlich mal wieder tanzen will. Die beiden verbringen die Nächte im Luxushotel in der Hamburger Elbphilharmonie und geben sich am Strand von Sylt dem LSD-Rausch hin. Ohne große Umwege findet das Paar von damals wieder zusammen - kitschiges Duett am Klavier inklusive - und doch kann nichts und niemand etwas daran ändern, dass ihre Tage in Zweisamkeit gezählt sind.