72 Stunden ununterbrochen Posaunenmusik - dieses sehr ungewöhnliche Erlebnis ist in Nürnberg zu hören gewesen. Mit einem drei Tage langen Posaunenkonzert wollten rund 1.800 Bläserinnen und Bläser bis Sonntagmorgen einen Weltrekord aufstellen. «Wie ein Uhrwerk lief das durch und um 9.00 Uhr haben wir gejubelt», freute sich der Organisator Thomas Engelbrecht vom Verband evangelischer Posaunenchöre in Bayern. Nun hoffen alle, dass das Rekord-Institut Deutschland den Weltrekord in der Jakobskirche offiziell bestätigt.
Seit Donnerstagvormittag erklangen neben Posaunen auch Trompeten, Hörner und andere Blechblasinstrumente - live, nach einer genauen Choreografie. Drei Gruppen spielten 90 Minuten lang immer abwechselnd, danach folgten die nächsten drei Gruppen. Der Übergang musste nahezu nahtlos sein. Proben konnten das die mehr als 140 Posaunenchöre aus ganz Bayern vorher nicht.
Auch der evangelische Landesbischof Christian Kopp freute sich. «Musik verbindet», schrieb er auf Instagram. Und der Posaunenchor-Verband jubelte: «We did it!!!». Das sei allerdings kein Erfolg Einzelner gewesen. «Danke an alle, die mitgespielt, mitgeholfen und mitgefiebert haben!»