Während der Corona-Pandemie soll ein Testcenter-Betreiber in Schwaben rund 221.000 Euro unrechtmäßig für Covid-19-Tests kassiert haben. Zu Beginn des Verfahrens legte der heute 33-Jährige ein umfassendes Geständnis ab. «Ich habe mehr abgerechnet als ich getestet habe», sagte er. Der Angeklagte begründete die Taten mit seiner Drogen- und Spielsucht.
Der Mann hatte im Jahr 2022 seine Teststation auf dem Parkplatz eines Möbelhauses angemeldet. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, damals rund ein halbes Jahr lang den Betrieb eingestellt zu haben, dennoch aber Tausende Tests bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) abgerechnet haben.
Nach der Auszahlung der Vergütungen forderte die Regierung von Schwaben zur Überprüfung der Rechtmäßigkeit Nachweise über die Tests an. Deswegen soll der Angeklagte bei der Polizei Anzeige erstattet und fälschlich behauptet haben, dass sämtliche Unterlagen sowie der Computer der Teststelle gestohlen worden seien.
Der 33-Jährige ist daher wegen Computerbetrugs sowie Vortäuschens einer Straftat angeklagt. Vor Gericht beteuerte er, dass es tatsächlich einen Einbruch in den Container mit der Teststation gegeben habe und dabei Akten entwendet worden seien.