Logo DieBayern.de News
Nachrichten / Justiz

Prozess um Falschaussagen zum OEZ-Anschlag vertagt

Prozess um Falschaussagen zum OEZ-Anschlag vertagt
Neun Menschen wurden bei dem rassistischen Anschlag ermordet. / Foto: picture alliance / dpa
Von: DieBayern.de News
Zum zehnten Mal jährt sich der Anschlag auf das OEZ in München mit neun Todesopfern in diesem Jahr. Und er beschäftigt jetzt noch einmal die Justiz.

Zehn Jahre nach dem rassistischen Anschlag am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München mit neun Todesopfern beschäftigt der Fall noch einmal die Justiz. Vor Gericht stehen zwei Männer und eine Frau. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, im Prozess gegen den Waffenhändler falsch ausgesagt zu haben, der dem Attentäter die Tatwaffe im Darknet verkaufte.

Weitere Zeugen betroffen

Einer der Angeklagten soll damals in seiner Aussage vor Gericht beispielsweise seine Ex-Frau zu Unrecht beschuldigt haben, sie habe davon gewusst, dass der Attentäter Menschen töten wollte und ihm sogar Tipps gegeben. Außerdem soll er weitere Zeugen angestiftet haben, die gleiche Aussage zu tätigen. Diese müssen sich nun ebenfalls vor Gericht verantworten.

Beim geplanten Prozessbeginn kam es jedoch wegen Anträgen des Angeklagten zu mehreren Unterbrechungen. Schließlich wurde die Verhandlung für eine Woche unterbrochen, um dem Angeklagten Akteneinsicht zu ermöglichen. Diese habe er vorher nicht erhalten, sagte er vor Gericht.

Mehr aus dieser Kategorie

Waffenhändler verurteilt

Bei dem Anschlag in München hatte ein 18 Jahre alter Rechtsextremist am 22. Juli 2016 neun Menschen und sich selbst getötet. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Der Waffenhändler wurde 2018 zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

DieBayern.de News
Artikel von

DieBayern.de News

DieBayern.de News ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.

Social Media