Seit Beginn eines Pilotprojekts zum Einsatz von Tasern im bayerischen Streifendienst Anfang Juni hat die Polizei die Elektroschockgeräte bereits 19-mal eingesetzt. In 16 Fällen genügte nach Angaben des Innenministeriums allein die Androhung, um die Lage zu entschärfen. Die beteiligten Polizisten sähen die Ausrüstung mit den Tasern bislang positiv.
Insgesamt läuft die Erprobung der Distanz-Elektroimpulsgeräte (DEIG) sechs Monate lang und soll anschließend ausgewertet werden, wie das Innenministerium in München mitteilte. «Die bayerische Polizei sieht sich einer wachsenden Zahl von Einsatzlagen mit Gewaltandrohungen und tätlichen Angriffen konfrontiert», hieß es. Der Einsatz der Geräte, mit denen aus der Distanz Elektroschocks abgegeben werden können, solle Beamten schützen und sei zudem «ein möglichst schonendes und wirksames Einsatzmittel».
Der Taser-Einsatz bei der Polizei ist nicht neu. In Bayern wird die Waffe bereits seit 2006 von Spezialeinheiten genutzt und seit 2021 bei geschlossenen Einheiten wie dem bayerischen Unterstützungskommando. Seit Anfang Juni wird der Einsatz von den Polizeiinspektionen Schweinfurt, Regensburg Süd und Augsburg Mitte erstmals im Streifendienst getestet.