Versklavung, Vergewaltigung, Verbrechen gegen die Menschlichkeit: Es sind schreckliche Vorwürfe, mit denen das Oberlandesgericht (OLG) München sich befasst. Dort hat der Prozess gegen ein irakisches Ehepaar begonnen, das zwei jesidische Mädchen als Sklavinnen gekauft, ausgebeutet und sexuell missbraucht haben soll. Der Generalbundesanwalt wirft ihnen unter anderem Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor.
Das Ehepaar hatte sich den Erkenntnissen der Ermittler zufolge der Terrororganisation Islamischer Staat angeschlossen, der im Zuge der Bürgerkriege in Syrien und im Irak einen «Gottesstaat» unter Geltung der Scharia errichten wollte.