Weil sie seine Ex-Frau im Zusammenhang mit dem rassistischen Anschlag am Münchner Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) absichtlich falsch beschuldigt haben sollen, stehen ein 42-Jähriger und seine Mutter vor Gericht. Das Verfahren gegen den Vater wurde aus gesundheitlichen Gründen abgetrennt, wie ein Sprecher des Amtsgerichts München sagte. Die Familie soll die Ex-Frau während des Prozesses gegen den Waffenhändler, der dem Täter die todbringende Pistole verkauft hatte, mit Absicht wahrheitswidrig der Beihilfe zum Mord beschuldigt haben.
Am 22. Juli 2016 hatte ein 18 Jahre alter Rechtsextremist im Bereich des beliebten Einkaufszentrums neun Menschen und sich selbst getötet. Zudem verletzte er fünf Menschen. Der Waffenhändler, der ihm die Pistole samt Hunderten Patronen im Darknet verkauft hatte, wurde 2018 zu sieben Jahren Haft verurteilt.