Ein 30 Jahre alter Mann ist wegen eines Messerangriffs auf drei Beschäftigte eines Ulmer Elektrofachmarktes und zwei Polizisten vom Vorwurf des Mordes freigesprochen worden. Grund ist seine schwere psychische Erkrankung. Das Ulmer Landgericht verhängte jedoch seine Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung «auf unbestimmte Zeit». Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Mann unter einer schweren Schizophrenie leidet. «Es gibt keine Hinweise auf einen politischen oder religiösen Grund», betonte der Vorsitzende Richter Wolfgang Tresenreiter.
Nach Überzeugung des Gerichts hatte der Eritreer Mitte Januar einen 25-jährigen Angestellten des Elektrofachmarkts niedergestochen. Zwei Kollegen konnten den Angreifer nur mit Mühe von weiteren Attacken abhalten, wurden dabei aber ebenfalls mit dem Messer angegriffen. Der Angeklagte verließ das Geschäft, wurde aber in der Nähe von zwei Polizisten gestellt. Als er das Messer nicht niederlegen wollte und stattdessen auf die Beamten losging, schossen diese auf ihn.