Vor dem Oberlandesgericht (OLG) München hat ein Prozess gegen mutmaßliche Unterstützer der rechten «Kaiserreichsgruppe» begonnen, die während der Corona-Pandemie einen Umsturz und die Entführung des damaligen Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach (SPD) geplant haben soll.
Die drei Angeklagten im Alter zwischen 60 und 71 Jahren hätten nach Erkenntnis der Generalstaatsanwaltschaft an einer neuen, autoritären Regierung in Ministerämtern mitwirken sollen - als Umweltminister oder «Minister für öffentliche Arbeiten des Präsidialstaates Königreich Preußen». Alle drei Männer wollten nach Angaben ihrer Verteidiger zunächst nichts zu den Vorwürfen gegen sie sagen.
Die «Kaiserreichsgruppe», in deren Zusammenhang es in Deutschland bereits mehrere Prozesse gegeben hat, hatte geplant, die Bundesregierung zu stürzen und «die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland gewaltsam durch eine andere, autoritär geprägte Regierungsform auf der Grundlage der Reichsverfassung von 1871 zu ersetzen».