Schläge, Zwangsarbeit, sexuelle Gewalt: Im Prozess gegen ein irakisches Ehepaar wegen der Versklavung zweier jesidischer Mädchen hat eines der Opfer das Erlebte unter Tränen geschildert. «Ich wurde von sechs Männern gekauft und verkauft», sagte die 20-Jährige vor dem Oberlandesgericht München. Als sie gefragt wurde, ob sie den Angeklagten als einen dieser Männer identifizieren kann, brach sie in Tränen aus: «Ich kann ihn nicht anschauen.»
Das irakische Ehepaar soll laut Ermittlern als Teil der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) die beiden jesidischen Mädchen als Sklavinnen gekauft, ausgebeutet und sexuell missbraucht haben. Der Generalbundesanwalt wirft dem Ehepaar unter anderem Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor.