Ein jesidisches Mädchen, das von einem irakischen Ehepaar versklavt worden sein soll und dessen Schicksal bislang ungeklärt war, lebt nach Angaben eines Mitarbeiters der UN-Mission Unitad. Das sagte er vor dem Oberlandesgericht (OLG) München. «Eine gute Nachricht», sagte die Nebenklagevertreterin Natalie von Wistinghausen.
Er habe mit der jungen Frau, die als sechsjähriges Mädchen von dem Ehepaar versklavt und dem angeklagten Mann vergewaltigt worden sein soll, telefoniert und er kenne auch ihren Aufenthaltsort, sagte der frühere Unitad-Mitarbeiter. Unitad hatte den Auftrag, die IS-Verbrechen im Irak aufzuarbeiten. Die Untersuchungsmission war im September 2024 ausgelaufen.