Ein Gegner der staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen soll aus Protest gegen die Auflagen an der Schnellbremsung eines ICE in Unterfranken beteiligt gewesen sein. Dafür soll er nun in Haft. Der 40-Jährige will die Strafe aber nicht akzeptieren und hat gegen ein Urteil des Landgerichts Würzburg Revision eingelegt. Wenn der Mann bei dem Rechtsmittel bleibt, muss sich das Bayerische Oberste Landesgericht mit dem Fall befassen, wie ein Gerichtssprecher in Würzburg mitteilte.
Eine Würzburger Kammer hatte den Mann am 25. Februar wegen Nötigung zu einem Jahr und vier Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Der vierfache Vater soll in der Corona-Pandemie zusammen mit anderen Aktivisten daran beteiligt gewesen sein, dass ein ICE in Unterfranken eine Schnellbremsung machen musste. Die Ermittler gingen rasch davon aus, dass Gegner der Corona-Maßnahmen mit der Aktion überregional Aufmerksamkeit erzeugen wollten.