In Bayern laufen aktuell vier Klagen im Zusammenhang mit der Landarztquote. Alle seien beim Verwaltungsgericht Ansbach anhängig, teilte das Gesundheitsministerium auf Anfrage mit. Zuerst hatte «Die Zeit» berichtet.
Man nehme zu laufenden Verfahren keine inhaltliche Stellung, hieß es aus dem Ministerium. Klar sei aber: «Angesichts des demografischen Wandels und des medizinisch-technischen Fortschritts brauchen wir junge Medizinerinnen und Mediziner, die sich für den Beruf des Landarztes begeistern und sich in den ländlichen Bedarfsregionen niederlassen wollen.» Deshalb sei die Landarztquote «ein richtiger und wichtiger Ansatz».
Die Quote eröffne auch Bewerberinnen und Bewerbern ohne Einserschnitt im Abitur den Weg ins Medizinstudium, wenn sie sich verpflichten, später dort tätig zu sein, wo der Bedarf an ärztlicher Versorgung besonders groß sei.