Um die Zahngesundheit von Pflegebedürftigen zu verbessern, können Zahnärztinnen und -ärzte seit einigen Jahren Vorsorgeuntersuchungen bei den Betroffenen gesondert abrechnen. Doch zuletzt erhielten nach Auskunft der Krankenkasse Barmer nicht einmal ein Drittel aller Pflegebedürftigen in bayerischen Heimen diese präventiv ausgerichteten Untersuchungen. Bei den Zuhause lebenden Pflegebedürftigen waren es nach den jüngsten Zahlen von 2024 sogar nur 2,4 Prozent.
Mit teils schlimmen Folgen: Kaputte Zähne, eine schlecht sitzende Prothese oder Zahnfleischentzündungen können das Kauen und Schlucken massiv erschweren. Viele Betroffene essen dann weniger oder meiden bestimmte Lebensmittel. «Die möglichen Folgen sind Mangelernährung, Gewichtsverlust und Schwäche, was gerade für pflegebedürftige Menschen besonders gravierend ist», erläuterte die Kasse.
Barmer-Landesgeschäftsführer Alfred Kindshofer betonte deshalb im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in München: «Mundgesundheit ist ein wichtiger Teil der Lebensqualität und trägt zur allgemeinen Gesundheit bei. Pflegebedürftige Menschen dürfen beim Zugang zu zahnärztlicher Vorsorge nicht abgehängt werden.»