Das individuelle Risiko der Menschen in Bayern, an Demenz zu erkranken, nimmt nach Daten der Krankenkasse AOK ab. «Aber die Gesamtzahl derer, die in die Risikogruppe hineinkommen, wird durch die höhere Lebenserwartung und die starken Jahrgänge im höheren Alter immer größer», sagte Andreas Nagel von der AOK Bayern der Deutschen Presse-Agentur in München.
Nach den Versichertendaten der Kasse, die repräsentativ auf die Bevölkerung im Freistaat hochgerechnet wurden, hat sich der Anteil der an Demenz erkrankten Menschen von 3,8 Prozent im Jahr 2015 auf 3,2 Prozent im Jahr 2024 verringert. Das ist ein Minus von fast 16 Prozent. «Was wir für Bayern sehen ist, dass der Anteil der Betroffenen mit zunehmendem Alter steigt», ergänzte Nagel. «Das ist logisch, Demenz ist eine Erkrankung des Alters und hohen Alters.»
Dem Statistiker zufolge waren in der Altersgruppe der 65- bis 74-Jährigen zuletzt 1,5 Prozent der Frauen (2015: 2,4 Prozent) und 1,8 Prozent der Männer (2015: 2,8 Prozent) an Demenz erkrankt. In der Altersgruppe der über 75-Jährigen waren es 13,3 Prozent der Frauen (2025: 16,3 Prozent) und 11,5 Prozent der Männer (2015: 13,0 Prozent). Dass der Anteil der betroffenen Frauen unter den Hochbetagten höher ist, liegt laut Nagel vor allem daran, dass sie eine höhere Lebenserwartung haben - und somit ein höheres Risiko zu erkranken.