18- bis 45-jährige Frauen sind laut einem vom bayerischen Gesundheitsministerium geförderten Projekt überproportional häufig von Post-Covid betroffen. «Zudem können bei den Patientinnen und Patienten jeweils ganz unterschiedliche Organe betroffen sein - vom Herzen über die Lunge bis hin zum peripheren Nervensystem. Das zeigt: Für eine bestmögliche Behandlung müssen Expertinnen und Experten der Kardiologie, der Pneumologie sowie der Psychologie, aber auch der Ergo- und Physiotherapie Hand in Hand arbeiten», sagte Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) am Sonntag in München.
Weltweit wird seit der Pandemie über die Hintergründe und Behandlungsformen für Post-Covid-Erkrankungen geforscht. Post- oder Long-Covid bezeichnet längerfristige, gesundheitliche Beeinträchtigungen im Anschluss an eine Coronainfektion, die über die akute Krankheitsphase von vier Wochen hinaus vorliegen. Die Häufigkeit von Long Covid ist schwierig zu erfassen. Schätzungen zufolge sollen etwa 10 Prozent der Erkrankten mit Corona Langzeitfolgen zu kämpfen haben.