Die Sonne knallt aufs Klettergerüst, Schaukeln und Rutsche werden unangenehm heiß. Auf vielen Spielplätzen lässt es sich bei Hitze kaum aushalten, weil Bäume fehlen und die Betonwüste in der Umgebung alles noch mehr aufheizt. Doch gerade in der Stadt sind Spielplätze oft der einzige Ort für Kinder, an dem sie sich austoben und an der frischen Luft bewegen können. Fachleute sehen deshalb Nachholbedarf.
Angesichts der Klimakrise gebe es inzwischen ein Bewusstsein dafür, dass auch Spielplätze Hitzeschutz brauchen, sagt Anne-Charlotta Dehler, Kinderrechts-Expertin des Deutschen Kinderhilfswerkes. «Es gibt jedoch keine einheitlichen Standards, an denen sich Kommunen orientieren könnten.» Zwar gebe es etwa Vorgaben zur Sicherheit oder Barrierefreiheit, aber keine zu konkreten Maßnahmen für den Hitzeschutz.