Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will das vor drei Jahren gelockerte Handyverbot an Bayerns Schulen wieder verschärfen: Smartphones und Mobiltelefone sollen an allen Schulen bis einschließlich der siebten Klasse gesetzlich verboten werden - aktuell gilt ein solch striktes Verbot nur für Grundschulen. Das kündigte Söder auf der Herbstklausur der Landtags-CSU im oberfränkischen Kloster Banz an. Dies sei ein Wunsch der Fraktion gewesen, und das sei so auch mit Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) besprochen. Was ab Klasse acht gilt, wird vor Ort festgelegt: «Danach entscheidet es die Schulfamilie ihr selber, welchen Weg sie gehen will.»
Auch in einem Papier, das die CSU-Abgeordneten auf ihrer Klausur beschlossen haben, heißt es: «Außerhalb von pädagogischen Notwendigkeiten ermöglichen wir eine handyfreie Schule bis einschließlich der 7. Jahrgangsstufe.»
Erst vor drei Jahren hatte die Koalition aus CSU und Freien Wählern das bis dahin strikte Handyverbot gelockert. Nach langen Diskussionen mit Lehrer-, Eltern- und Schülerverbänden entschied die Staatsregierung damals, dass die weiterführenden Schulen selbst Regeln für die Handynutzung erlassen dürfen.