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CSU legt Konzept für Jura-Bachelor vor

CSU legt Konzept für Jura-Bachelor vor
Die CSU ist offen für einen integrierten Jura-Bachelor. (Symbolbild) / Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa
Kein Staatsexamen, kein Abschluss? Beim Jurastudium an Bayerns Unis kann das passieren. Im Landtag war die CSU erst gegen einen «Trostpreis»-Bachelor, dann kam die Kehrtwende. Nun gibt es ein Konzept.

Nach langem Widerstand will die CSU nun doch einen Bachelor-Abschluss im Jura-Studium als Alternative zum Staatsexamen einführen. Allerdings soll der Abschluss nicht automatisch verliehen werden, sondern Studierende sollen dafür eine eigene Bachelorarbeit schreiben und zusätzlich ein weiteres Semester in einem anderen Fach dranhängen müssen.

So sieht das Konzept aus, das die Vorsitzenden des Arbeitskreises Juristen der CSU und des Arbeitskreises Hochschule, Winfried Bausback und Stephan Oetzinger, nun vorgelegt haben und das nun im Landtag beraten werden soll.

Landtags-CSU war erst strikt dagegen

Die Grünen hatten die Debatte angestoßen, zunächst aber nur Unterstützung von der SPD bekommen. Ihr Ziel war, dass Studentinnen und Studenten nicht mit leeren Händen dastehen, falls sie beim Staatsexamen zweimal scheitern.

Die Landtags-CSU war anfangs strikt dagegen, schwenkte aber dann im Juli, auch nach parteiinternem Widerstand der Jungen Union (JU), um. Das jetzt erarbeitete Konzept sei auch mit der JU abgestimmt, betonte Bausback.

Einerseits legt die CSU Wert darauf, den Stellenwert des Staatsexamens zu erhalten. Studierende sollen aber nun auch einen Bachelor für Recht (LL.B.) erlangen können - entweder wenn sie durch das Staatsexamen fallen, oder auch wenn sie am Ende des Studiums lieber den alternativen Abschluss wählen.

Bedingung dafür soll sein, dass alle Voraussetzungen für das Staatsexamen erfüllt sind. Zusätzlich soll eine «Bachelorarbeit oder gleichwertige wissenschaftliche Arbeit» verlangt werden. Und: Die Studierenden sollen ein Vollzeitsemester in einem anderen Fach absolvieren und bestehen müssen.

Bausback: Mit einem Jodeldiplom wäre niemandem gedient

«Den Studierenden wird - was in der heutigen Zeit besonders wichtig ist - die Möglichkeit einer Zusatzqualifikation geschaffen und gleichzeitig der prägende Charakter des Staatsexamens erhalten», betonten Bausback und Oetzinger. Bausback fügte hinzu, anders als in anderen Bundesländern sollten Studentinnen und Studenten mit dem bayerischen LL.B. eine weitere erhebliche Zusatzqualifikation zertifiziert bekommen und so einen Mehrwert für den Arbeitsmarkt erwerben: «Mit einem Jodeldiplom wäre niemandem gedient.»

Die konkrete Ausgestaltung des Bachelors soll den Hochschulen überlassen werden. «Die Prüfungsordnungen müssen sicherstellen, dass der prägende Charakter, den das Staatsexamen für das Studium der Rechtswissenschaft hat, nicht verändert wird», heißt es im CSU-Konzept lediglich. Das Justizministerium soll den Studien- und Prüfungsordnungen deshalb zustimmen müssen.

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